Masterarbeit Biologie – Lebensmittelsicherheit (m/w/d)

6. Februar 2024

Themenbeschreibung

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist das nationale Institut, das auf der Grundlage international anerkannter wissenschaftlicher Bewertungskriterien Gutachten und Stellungnahmen zu Fragen der Lebensmittel-, Futtermittel- und Chemikaliensicherheit und des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Deutschland erstellt. In diesen Bereichen berät es die Bundesregierung sowie andere Institutionen und Interessengruppen. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen. Es ist eine rechtsfähige Anstalt im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

In der Abteilung Lebensmittelsicherheit des BfR bestehen in den Fachgruppen „Wirkungsbezogene Analytik und Toxikogenomics“, „Ernährungsrisiken, Allergien und Neuartige Lebensmittel“ und „Risiken besonderer Bevölkerungsgruppen und Humanstudien“ ab sofort die Möglichkeit des Anfertigens mehrerer laborpraktischer und theoretischer

Abschlussarbeiten
(Bachelor/Master-Arbeit, Forschungspraktikum, Hospitation)
Kernthemen der Abteilung 5 – Lebensmittelsicherheit:

Untersuchung der molekularen Mechanismen von lebensmittel- bzw. ernährungstoxikologisch relevanten Substanzen (inklusive Nanopartikeln und Mikroplastik) im Menschen mit dem Fokus auf die Identifizierung von Effekten sowie Absorption in der gastrointestinalen Barriere
Etablierung von geeigneten in vitro-Modellen für die wirkungsbezogene Analytik
Entwicklung und Validierung neuer molekularbiologischer Ansätze zur Rückverfolgung von Lebensmittel assoziierten Allergenen und tierischen Proteinen in Futtermittel
toxikokinetische Studien basierend auf aktuellen Fragestellungen
Risikobewertung, einschließlich ernährungsphysiologisch/-medizinischer Bewertung und Abschätzung der Aufnahme von speziellen Nährstoffen bzw. Stoffen mit ernährungsspezifischer oder -physiologischer Wirkung
Entwicklung und Validierung von Nachweismethoden zur Lebens- und Futtermittelauthentizität im Rahmen des Nationalen Referenzlabors für tierisches Protein in Futtermitteln

Laborpraktisch basierte Arbeiten können folgende Methoden beinhalten:

Zellbiologie (Kultivierung von Zelllinien, Transfektionen, Proliferations-, Toxizitäts-, Apoptose- und Reportergen-Assays, Fluoreszenz- und Konfokalmikroskopie)
Molekularbiologie (Klonierung, PCR, Real-time-PCR und quantitative RT-PCR, immunochemische Methoden)
Proteinchemie (Western Blot, FACS, 2-D Gelelektrophorese)
Analytik (Extraktionen, LC/MS, GC/MS, MALDI-TOF)

Theoretische Arbeiten können folgende Themenbereiche beinhalten:

Bioinformatik (Analyse und Interpretation von “Omics”-Datensätzen, z.B. Transcriptomics und Proteomics)
Statistische Analyse von großen Datensätzen mit Verfahren des maschinellen Lernens, u.a. für die Risikobewertung
Literaturrecherche und -sammlung sowie Auswertung der Literaturdatenbasis unter Berücksichtigung von Evidenz-basierten Methoden (z.B. zu Risiken bei zu hoher Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen oder sonstigen Stoffen)
Epidemiologie (Durchführung von epidemiologischen Studien)
Anforderungen:

aktuelles Studium der Lebensmittelchemie, Biologie, Biotechnologie, Biochemie, Bioinformatik, Ernährungswissenschaften, Toxikologie, Public Health oder einer vergleichbaren naturwissenschaftlichen Disziplin
Wir bieten ein modern ausgestattetes Labor, kooperative Forschungsarbeit in einem interdisziplinären und internationalen Team sowie umfassende Betreuung.